Ende März (27.03.) kam ich donnerstags zu Raini und sein linkes Hinterbein war ziemlich dick am Röhrbein. Er hat da schon mal ein angelaufenes Bein, seit einem Einschuss vor Jahren und seit seiner Verletzung am Sprunggelenk. Hinten links ist sein Problem Bein, da hat er gerne mal Mauke und verletzt sich hier auch häufiger und das Bein läuft auch immer mal an, vor allem wenn er gerade gelegen hat, oder sich wenig bewegt hat oder wieder Mauke hat. Laut Tierarzt ist das normal, wenn das Pferd schon mal einen Einschuss hatte.
Er hat an dem Bein auch interessanterweise keinen Sporn an der Fessel. Am Tag zuvor hatte ich gerade wieder seine Schuppen mit Purivet behandelt, er hat immer mal wieder leichte Mauke an dem Bein. Er hatte keine offensichtliche Wunde, das Bein ist aber warm und er ist druckempfindlich.
Wir gehen spazieren damit die Lymphe abfließt, normalerweise hilft das. Er geht fleißig im Schritt und ist da nicht lahm. Als wir aber dann ein kleines Stück an der Hand Traben wollen, lahmt er deutlich, Stützbeinlahmheit. Danach läuft er den Berg hoch nur noch auf der Zehe. Wir geben ihm am Stall dann direkt eine Portion Equipalazone. Am nächsten Tag war das Bein noch immer dick und warm und wir sind mit ihm Tierarzt. Der diagnostizierte eine Phlegmone und gab uns 3 weitere Portionen Equipalazone. Wir sollten spazieren gehen, auch wenn es weh tut, er musste sich bewegen. Wir konnten keine Wunde finden, man sah nur die Schuppen am hinteren, unteren Teil des Fesselgelenks, das ich Mittwoch noch mit Purivet behandelt hatte. Herbert sagte uns, dass das sehr schmerzhaft sein kann und auch eine längere Geschichte, trotzdem wollte er zunächst auf Antibiotika verzichten. Wir sollten Montag wieder kommen. Samstag und Sonntag änderte sich nichts er lahmte im Trab, ging klar im Schritt, Bein war dick und nach dem spazieren etwas dünner.
Montagabend war es dann schlechter, er entlastete das Bein und lahmte die ersten Schritte auch im Schritt. Er lief sich aber ein. Tierarzt spritzte etwas Homöopathisches er bestand darauf, dass wir spazieren gehen und er in der Herde bleibt. Eine Stallkollegin bot uns an das Bein zu Lasern mit ihrem Low Level Laser und das nahmen wir dankend an. Mir fiel es superschwer ihn wieder in die Herde zu stellen. Dienstagmorgen kamen wir nochmal in den Stall und dann lief er noch schlimmer. Außerdem hatte er auch Temperatur von 38,5 °C. Nicht extrem, aber für ihn doch deutlich erhöht. Daher kam er dann zusammen mit Fabi auf das Krankenpaddok mit kleinem Stall. Er bekam nun außerdem Metacam und Antibiotika. Laufen fiel ihm zwar schwer und man sieht auf dem Bild auch schon, dass er sein Gewicht deutlich nach vorne verschoben hat, aber Fabi ärgern und von dem besten Platz an der Raufe zu verscheuchen war durchaus möglich.
Der Tierarzt schickte uns trotzdem spazieren, er lief sich aber nicht mehr ein. Das Bein war bis zum Sprunggelenk dick und die Haut war mega gespannt. Auf dem Bild sieht man vielleicht ganz gut wie dick das Bein ist. Das tut einem immer so leid, wenn man ihnen nicht helfen kann. Und man fragt sicher immer, ob es richtig ist was man macht oder man doch besser in die Klinik fährt. Hinzu kommt dann noch, dass einem jeder darauf anspricht, wie schlimm er läuft, so als ob man das selbst nicht sehen würde.
Er wurde jetzt jeden Tag gelasert. Bis Donnerstagmorgen tat sich nicht viel, er hatte das dicke Bein jetzt eine Woche. Donnerstagmorgen war das Fieber weg und auf Empfehlung des Tierarztes und auch weil die Psyche beider Pferde unter der Trennung von der Herde litt, entschieden wir beide wieder in die Herde zu stellen. Sie waren jetzt 48h aus der Herde raus und das reichte schon dass beide darunter litten. So humpelte Raini freudig zurück zu seinen Kumpels und begrüßte jeden mit spanischem Schritt. Als ich ihn abends holte, lief er deutlich besser und an einer Stelle kam Eiter aus dem Bein. Ich hab mich noch nie im Leben so sehr über Eiter gefreut. Wir gingen nochmal zum Tierarzt und er sagt es würde vermutlich noch eine andere Stelle aufgehen und er war sich sicher, dass der Laser geholfen hatte.
Er wurde weiter täglich gelasert und Metacam und Antibiotika wurden weiter verabreicht. Am Wochenende ging tatsächlich eine weitere Stelle auf und das Bein wurde dünner, die Fessel um die Wunde herum war aber noch immer dick und warm und druckempfindlich.
Dienstag gingen wir nochmal zum Tierarzt und durften dann das Metacam absetzen, Antibiotika war dann auch leer. Er lief im Schritt wieder normal, lahmte aber noch im Trab. Die Wunde war leider am Fesselgelenk und drückte auf die Sehnen. Zu diesem Zeitpunkt hatte er das Problem schon fast zwei Wochen.
Wir gingen noch eine weitere Woche spazieren und er wurde weiter gelasert, jeden zweiten Tag. Die Wunde sah immer besser aus, das Bein war komplett normal. 3 Wochen nach dem Anfang war er lahmfrei. Interessant war, dass sich nun auch ein Sporn an der Fessel bildete, ob das vom Laser ausgelöst wurde?
Durch den Einschuss hatte Raini eine Schonhaltung eingenommen: er hatte sein Gewicht von links hinten nach rechts hinten aber auch auf die rechte Schulter vorne verlagert. Schon zwei Tage bevor das Bein dick wurde, kam seine Lende etwas raus. Er lief normal und lies sich nichts anmerken, aber er schien schon da eine Schonhaltung eingenommen zu haben. Nach zwei Wochen sah man es außerdem an den Hufen und sogar auch an seiner Muskulatur an der Stirn.
Schon krass was das alles am Pferdekörper verursacht. Daher bekam Raini eine Masterson Behandlung bevor wir wieder ins Training einstiegen. Nach der Behandlung stiegen wir dann langsam wieder mit Bodenarbeit ein und es lief deutlich besser als erwartet. Man merkte aber seine Schonhaltung doch: während er normalerweise eher auf die linke Schulter fiel, schien es jetzt die rechte zu sein. Aber alles in allem lief er sehr locker so dass ich auch recht schnell wieder drauf saß. 3 Wochen nach der Masterson Behandlung bekam er noch eine zweite und da stand er wieder sehr gut dar, sogar besser als vor dem Einschuss. Interessant war auch, dass sich seit dem Lasern ein Sporn gebildet hatte, der fehlte ihm seitdem wir ihn hatten. Und sein Bein war den ganzen Sommer und Herbst über vielleicht 1-2 x dick, selbst bei Verletzungen lief es nicht an. Sonst hat er ca. 1x die Woche das eine Bein angelaufen, weil er entweder kurz zuvor darauf gelegen hat, sich wenig bewegt hat, wieder Schuppen am Bein hat etc. Wie schon beschrieben weiter oben, liegt es laut Tierarzt daran, dass er an dem Bein schon häufiger einen Einschuss hatte und daher der Lymphfluss gestört ist. Ich denke all das hatten wir dem Laser zu verdanken und wie der Zufall es so wollte bekamen wir genau zu dem Zeitpunkt die Chance an einen gebrauchten Laser zu kommen und so haben wir uns auch einen Low Level Laser zugelegt.
Was der Auslöser ist, weiß man natürlich nicht, ich könnte mir aber vorstellen, dass er an der Maukestelle an dem Fesselgelenk vielleicht einen Mikroriss hatte, wo Keime rein gelangt sind. Und ich habe dann noch mit Purivet behandelt, das Cortison enthält.
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